Sonntag, 14. Juli 2019

Sommerpause 2019

Liebe alle,

wie jedes Jahr legt der Lesezirkel eine kurze (und schon halb vergangene) Sommerpause ein. Falls jemand partout nicht ohne Lektüre auskommen kann, wird er oder sie sicher auf der Liste der NICHT gelesenen Bücher fündig (oder natürlich in jeder Buchhandlung).



Wir wünschen jedenfalls allen eine erholsame Sommerzeit und melden uns Ende Juli mit den Vorschlägen für den August zurück!

Liebe Grüsse
Seraina & Patrick



Schlussrunde #maschinen

Liebe alle,

mit etwas reallife-bedingter Verzögerung folgt hiermit noch die Schlussrunde zu "Maschinen wie ich" von Ian McEwan, unserer Lektüre vom Juni.

Das war ein Buch mit einem nicht uninteressantem "Alternative History"-Setup als Hintergrund für die Frage, was denn nun einen Menschen eigentlich zu einem Menschen macht und wie eine umfassende Künstliche Intelligenz mit den moralischen Fallstricken des menschlichen Lebens klarkommt. Zusammen mit der Liebesgeschichte wäre das eigentlich Material für eine spannende Geschichte gewesen, aber eben "wäre": Zu langatmig und ausführlich waren die einzelnen Elemente der Handlung, zu lange die Durchhänger zwischen den Highlights als dass sich bei mir (Patrick) ein guter Lesefluss eingestellt hätte. Schlussendlich schade, denn die aufgezeigten moralischen Spannungsfelder sind hochaktuell und hätten es verdient, in Ruhe gelesen zu werden. Vielleicht geb ich dem Buch ja auf Englisch ne zweite Chance.

Und wie hat der Roman euch gefallen? Lasst es uns wie immer hier wissen.

Liebe Grüsse
Seraina und Patrick

Samstag, 8. Juni 2019

Runde 79 #maschinen

Liebe alle

in Runde 79 lesen wir gemeinsam "Maschinen wie ich" von Ian McEwan. Dazu schlagen wir Euch folgende Leseabschnitte vor:
  • 9.6. - 15.6.: bis Seite 127/Ende von Kapitel "Drei"
  • 16.6. - 22.6.: bis Seite 286/Ende von Kapitel "Sieben"
  • 23.6. - 29.6.: bis Schluss
Schlussfazit dann ab 28.6.

Als Hashtag schlagen wir für dieses Buch #maschinen vor (falls nötig für Spezifikationen nebst #lesezirkel).

Die Tweets/MitzirklerInnen dazu finden sich in der Liste @tw_lesezirkel/lesezirkel. Wenn du mitliest, aber auf der Liste (noch) fehlst, kontaktiere uns bitte. Ausserdem erscheinen alle Tweets mit dem Hashtag #lesezirkel hier im Blog oben rechts.

Wir freuen uns auf eine weitere #lesezirkel-Runde mit euch allen und begrüssen alle, die neu eingestiegen sind! Alle grundsätzlichen Infos zu diesem Projekt finden sich in den alten Beiträgen hier im Blog. :) Oder kontaktiert uns einfach per DN bei Twitter via @tw_lesezirkel. Gerne kann man auch mitlesen, ohne aktiv zu twittern. Wir freuen uns, wenn stille Mitzirklerinnen sich ab und zu hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort melden, so dass wir euch wahrnehmen.

Weil immer wieder danach gefragt wurde, hier die (einzige) "Regel" des #lesezirkels: Bitte nicht spoilern! D.h., es wird immer nur so weit voraus getwittert, wie hier oben im Blogpost die Abschnitte terminlich angegeben sind. Lesen kann aber jede und jeder das Buch so schnell oder langsam, wie sie oder er das möchte! :)

Viel Spass!
@serscher und @nohillside

Montag, 3. Juni 2019

Schlussrunde #stotterer

Liebe alle,

während uns der Mai mit einem veritablen April-Wetter auf Trab gehalten hat, haben wir auch "Der Stotterer" von Charles Lewinsky gelesen. Und damit einen Autor gewählt, mit dem wir in der Vergangenheit schon positive Leseerlebnisse hatten. Entsprechend (hoch) waren die Erwartungen von einigen.

Seraina sagt zum Buch:
Mir hat das Buch ganz gut gefallen, ich bin jedenfalls flüssig in die Lektüre gestartet. Nach etwa der Hälfte fingen mich die vielen Erzähl-Ebenen jedoch an, etwas zu überfordern und ich stellte fest, wie ich beispielsweise bei den (vermeintlich?) fiktiven Erzählungen des Protagonisten anfing, nur noch quer zu lesen oder gar zu überblättern, nur um schneller wieder zurück zum Tagebuch-Strang zu gelangen, der mich von allen Ebenen am meisten fesseln konnte. Irgendwann setzte dann eine gewisse Ermüdung ein und ein Herbeisehnen eines "runden" Endes. Rein inhaltlich und v.a. sprachlich gefällt mir der Roman gut. Die vom Autor gewählte Erzähl-Art ist nur für einmal so gar nicht meins gewesen und beeinträchtigt mein Gesamt-Schlussfazit ein wenig. ;)
Und das meint Patrick:
Wie immer bei Lewinsky sind die Sprache des Buches, die Formulierungen und subtilen Ton-Unterschiede je nach Kontext, und das Spiel mit den verschiedenen Erzählebenen beeindruckend. Dadurch fiel mir der Einstieg leicht, und die ersten Abschnitte zogen mich ziemlich vorwärts. Bis sich dann, nach dem x-ten Cliffhanger-Schluss eines der Briefe, eine erste Langeweile einschlich. Einerseits weil mich der wiederholte Einsatz dieses Stilmittels befürchten liess, dass sich das durch den ganzen Roman ziehen würde, andererseits weil ich mich bei Büchern mit Cliffhangern immer wieder mal frage ob der Autor Angst hatte, sonst nicht genügend Spannung aufbauen zu können. 
Ganz so schlimm kam es mit den Cliffhangern dann zwar nicht, aber die Geschichte begann dann trotzdem irgendwie vor sich hin zu plätschern. Irgendwie schafften es die Figuren für mich nicht, in irgendeiner Form zum Leben zu erwachen, allzu flach und unmotiviert blieb für mich ihr Agieren. Und der Schluss mit der leicht anderen Sicht auf Vorfälle welche anfangs schon mal aufgeführt worden waren, war so weit von diesem Anfang entfernt dass ich nicht mal merkte wie hier ein Spannungsbogen hätte aufgelöst werden sollen.
Insofern war das für mich eine einigermassen gut zu lesende Geschichte die mich schlussendlich aber nicht wirklich vom Hocker gehauen hat.
Und wie hat der Roman euch gefallen? Lasst es uns wie immer hier wissen.

Liebe Grüsse
Seraina und Patrick


Vorschläge Runde 79 #lesezirkel

Liebe Alle

Folgende Titel schlagen wir für Runde 79 des #lesezirkels vor:

1) Thomas Hürlimann: "Heimkehr" (ersch. 8/2018; 528 S.)
Wunsch von Mitzirklerin Gaby, nach Beitrag kürzlich in der SRF-Sendung 10vor10.

2) Reinhard Kaiser-Mühlecker: "Enteignung" (ersch. 2/2019; 224 S.)

3) Ian McEwan: "Maschinen wie ich" (ersch. 5/2019; 416 S.)


Bitte stimmt hier für euren Favoriten. Wir möchten um Pfingsten herum mit der nächsten Runde starten (ab 9. Juni).

Liebe Grüsse
@nohillside und @serscher

Donnerstag, 9. Mai 2019

Runde 78 #stotterer

Liebe alle,

die Doodle-Abstimmung war ziemlich eindeutig, in Runde 78 lesen wir "Der Stotterer" von Charles Lewinsky. Dazu schlagen wir folgende Leseabschnitte vor:

  • 12.-18.5.: bis Seite 140/"Ausleihschein"
  • 19.-25.5.: bis Seite 284/"hat gleich den nächsten Liebesbrief in Auftrag gegeben"
  • 26.-1.6.: bis Schluss
Schlussfazit dann ab 1.6.


Als Hashtag schlagen wir für dieses Buch #stotterer vor (falls nötig für Spezifikationen nebst #lesezirkel).

Die Tweets/MitzirklerInnen dazu finden sich in der Liste @tw_lesezirkel/lesezirkel. Wenn du mitliest, aber auf der Liste (noch) fehlst, kontaktiere uns bitte. Ausserdem erscheinen alle Tweets mit dem Hashtag #lesezirkel hier im Blog oben rechts.

Wir freuen uns auf eine weitere #lesezirkel-Runde mit euch allen und begrüssen alle, die neu eingestiegen sind! Alle grundsätzlichen Infos zu diesem Projekt finden sich in den alten Beiträgen hier im Blog. :) Oder kontaktiert uns einfach per DN bei Twitter via @tw_lesezirkel. Gerne kann man auch mitlesen, ohne aktiv zu twittern. Wir freuen uns, wenn stille Mitzirklerinnen sich ab und zu hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort melden, so dass wir euch wahrnehmen.

Weil immer wieder danach gefragt wurde, hier die (einzige) "Regel" des #lesezirkels: Bitte nicht spoilern! D.h., es wird immer nur so weit voraus getwittert, wie hier oben im Blogpost die Abschnitte terminlich angegeben sind. Lesen kann aber jede und jeder das Buch so schnell oder langsam, wie sie oder er das möchte! :)

Viel Spass!
@serscher und @nohillside

Mittwoch, 1. Mai 2019

Vorschläge Runde 78 #lesezirkel

Liebe alle,

in Runde 78 machen wir wieder mal eine Schweizer Autoren-Runde, folgende Bücher stehen zur Auswahl:
Bitte stimmt in den nächsten Tagen für Euren Favoriten, die Runde startet dann am 12. Mai.

@serscher & @nohillside

Dienstag, 30. April 2019

Schlussrunde #krien

Liebe alle,

der April ist schon fast vorbei, Runde 77 ebenfalls, gemeinsam haben wir "Die Liebe im Ernstfall" von Daniele Krien gelesen. Auf Twitter war es relativ ruhig, vielleicht waren ja die Ostereier zu gut versteckt und mussten lange gesucht werden.

Das Buch zeigt uns das Leben und Lieben von fünf Frauen, welche jeden ihren eigenen Weg geht und die doch auf verschiedene Weisen den einen und anderen Berührungspunkt miteinander haben. Nicht alle Wege scheinen gleichermassen erfolgreich und zufriedenstellend zu sein, aber jede versucht auf ihre Weise, mit ihrem Leben klarzukommen. Summa summarum ein lesenswertes Buch, auch wenn ich nicht mit allen Figuren gleichermassen klargekommen bin. Immerhin zeigt die Geschichte der beiden Schwestern zum Schluss, dass man ausgetretene/eingespielte Pfade auch verlassen und neues Anfangen kann. Bis zum Schluss unklar blieb mir allerdings der im Klappentext wie in den Kritiken erwähnte (post-)DDR-Bezug, die Geschichten könnten gleichermassen im Westen Deutschlands oder woanders spielen.

Wie hat es Euch gefallen? Lasst es uns wie immer im Doodle wissen.

Seraina & Patrick

Donnerstag, 4. April 2019

Runde 77 #krien

Liebe alle,

auch knappe Entscheide sind Entscheide, in Runde 77 lesen wir "Die Liebe im Ernstfall" von Daniele Krien. Wir schlagen dafür (mit Hilfe von @GabyRudolf) folgende Leseabschnitte vor:

  • 7.-13.4.: bis Seite 113 "wie sich sein Kopf in ihre Richtung dreht"
  • 14.-20.4.: bis Seite 188 "von Brida Lichtblau hinzu."
  • 21.-27.4.: bis Schluss 
Schlussfazit ab 26.4.


Als Hashtag schlagen wir für dieses Buch #krien vor (falls nötig für Spezifikationen nebst #lesezirkel).

Die Tweets/MitzirklerInnen dazu finden sich in der Liste @tw_lesezirkel/lesezirkel. Wenn du mitliest, aber auf der Liste (noch) fehlst, kontaktiere uns bitte. Ausserdem erscheinen alle Tweets mit dem Hashtag #lesezirkel hier im Blog oben rechts.

Wir freuen uns auf eine weitere #lesezirkel-Runde mit euch allen und begrüssen alle, die neu eingestiegen sind! Alle grundsätzlichen Infos zu diesem Projekt finden sich in den alten Beiträgen hier im Blog. :) Oder kontaktiert uns einfach per DN bei Twitter via @tw_lesezirkel. Gerne kann man auch mitlesen, ohne aktiv zu twittern. Wir freuen uns, wenn stille Mitzirklerinnen sich ab und zu hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort melden, so dass wir euch wahrnehmen.

Weil immer wieder danach gefragt wurde, hier die (einzige) "Regel" des #lesezirkels: Bitte nicht spoilern! D.h., es wird immer nur so weit voraus getwittert, wie hier oben im Blogpost die Abschnitte terminlich angegeben sind. Lesen kann aber jede und jeder das Buch so schnell oder langsam, wie sie oder er das möchte! :)

Viel Spass!
@serscher und @nohillside

Samstag, 30. März 2019

Vorschläge Runde 77 #lesezirkel

Liebe alle,

für Runde 77 schlagen wir Euch folgende drei Bücher vor

Bitte stimmt in den nächsten Tagen für Euren Favoriten, die nächste Runde startet am 7. April.

Seraina & Patrick

Schlussrunde #alleingang

Liebe Alle,

im März haben wir gemeinsam "Alleingang" von Stefan Moster gelesen, ein Buch über einen Aussenseiter, der irgendwie dazugehören möchte, und es irgendwie dann doch nicht tut.

Mich (Patrick) hat das Buch von Anfang an angesprochen, was natürlich gut daran liegen kann, dass die Vergangenheit der Erzählung in einer Zeit spielt, in der ich etwa gleich alt war wie die Protagonisten, und mir daher einige Dinge sehr vertraut vorkamen :-). Freddys Versuche, dazuzugehören und seinen Freunden zu zeigen, dass er doch auch einer von ihnen ist, wirken manchmal übertrieben, manchmal hilflos, regen aber immer auch wieder zum Nachdenken an. Und trotz einiger Längen schafft es der Autor, sowohl den Bogen mit dem Gefängnisaufenthalt wie auch mit der Beziehung über das ganze Buch aufzuspannen. Die Geschichte endet offen, man kann Freddy nur den Daumen drücken und hoffen, dass er mit sich und seinen verbliebenen Freunden Frieden schliessen kann.

Den Tweets nach zu schliessen hat das Buch Euch auch zum Denken und Diskutieren angeregt. Lasst uns Euere Bewertung im Doodle wissen.

Liebe Grüsse
Seraina & Patrick

Mittwoch, 6. März 2019

Runde 76 #alleingang

Liebe alle,

in Runde 76 lesen wir gemeinsam Alleingang von Stefan Moster. Als Leseabschnitte schlagen wir, mit Unterstützung durch @ogtte, vor:

  • Bis 09.03: bis Seite 116,
  • 10. 03. - 16.03: Seite 117 (Kapitel "Schuhe verbrennen") bis Seite 248
  • 17.03. - 23.03: Seite 251 ("Aufs Meer blicken") bis Schluss

Schlussfazit dann ab 23.3.

Als Hashtag schlagen wir für dieses Buch #alleingang vor (falls nötig für Spezifikationen nebst #lesezirkel).

Die Tweets/MitzirklerInnen dazu finden sich in der Liste @tw_lesezirkel/lesezirkel. Wenn du mitliest, aber auf der Liste (noch) fehlst, kontaktiere uns bitte. Ausserdem erscheinen alle Tweets mit dem Hashtag #lesezirkel hier im Blog oben rechts.

Wir freuen uns auf eine weitere #lesezirkel-Runde mit euch allen und begrüssen alle, die neu eingestiegen sind! Alle grundsätzlichen Infos zu diesem Projekt finden sich in den alten Beiträgen hier im Blog. :) Oder kontaktiert uns einfach per DN bei Twitter via @tw_lesezirkel. Gerne kann man auch mitlesen, ohne aktiv zu twittern. Wir freuen uns, wenn stille Mitzirklerinnen sich ab und zu hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort melden, so dass wir euch wahrnehmen.

Weil immer wieder danach gefragt wurde, hier die (einzige) "Regel" des #lesezirkels: Bitte nicht spoilern! D.h., es wird immer nur so weit voraus getwittert, wie hier oben im Blogpost die Abschnitte terminlich angegeben sind. Lesen kann aber jede und jeder das Buch so schnell oder langsam, wie sie oder er das möchte! :)

Viel Spass!
@serscher und @nohillside

Sonntag, 24. Februar 2019

Vorschläge Runde 76 #lesezirkel

Liebe Mitzirklerinnen und Mitzirkler

Auch im Februar freuen wir uns darauf, mit euch gemeinsam zu lesen. Folgende Titel möchten wir gerne zur Auswahl stellen:

1) Lukas Linder: Der letzte meiner Art (ersch. 09/2018, 272 Seiten)
eine Empfehlung von Manu @lesefieber

2) Stefan Moster: Alleingang (ersch. 02/2019, 368 Seiten)

3) Aura Xilo: Gringo Champ (ersch. 01/2019, 352 Seiten)


Drei komplett unterschiedliche Bücher, und doch haben sie alles etwas gemeinsam: Es sind Geschichten von Ausseinseitern, von Männern, die (nochmals) neu anfangen. Müssen. Wollen. Können.

Bitte stimmt wie immer hier für euren Favoriten. Die neue Runde soll ab dem 3. März losgehen.

Wir freuen uns!

@nohillside und @serscher

Schlussrunde #stella

Liebe alle,

im Januar haben wir gemeinsam Stella von Takis Würger gelesen. Das Buch hat für einigen #lesezirkel-Verkehr auf Twitter gesorgt, und auch die deutschen Feuilletons haben sich sehr ausgiebig und kontrovers mit dem Buch beschäftigt (einige Links dazu waren in den erwähnten Tweets enthalten).

Patrick sagt zum Buch:
Was als Geschichte eher leicht dysfunktionalen aber kaum atypischen Familie beginnt, könnte mit der Reise des Protagonisten nach Berlin eine dramatische Wende erfahren. Eine Dramatik welche sich dann aber in der Geschichte nur sehr am Rande widerspiegelt, und von der Blauäugigkeit/Naivität des jungen Mannes sowohl gegenüber dem lebensgewandten SS-Offiziers wie auch der attraktiven Stella weitgehend zugedeckt wird. Da können dann auch die verschiedenen Einsprengsel von Gefahr und Judenverfolgung nicht mehr viel retten, eine eigentliche Auseinandersetzung mit den Vorfällen findet nicht statt.
Es ist mir ein Rätsel, was der Autor mit diesem Buch eigentlich bezwecken wollte. Für eine Reflexion menschlichen Überlebenswillens angesichts unkontrollierbarer Gefahren scheint es mir allzu seicht (da genau diese Reflexion nicht stattfindet), für ein Gegenüberstellen von versuchtem Alltag und realer Gefahr zu banal (da auch die Gefahren nicht wirklich gross Platz im Buch finden). Und meine auf Twitter geäusserte Vermutung, dass der Schreibstil als Spiegelung der etwas gar simplen Weltsicht und des etwas gar naiven Verhaltens des Protagonisten zu sehen ist, überzeugt mich schussendlich selbst nicht so wirklich. Der Stoff hätte, gerade aufgrund der historischen Relevanz, eine bessere Behandlung verdient.
Gespannt bin ich auf die Lesung von Takis Würger am 12. März im Orell-Füssli in Zürich. Vielleicht versteh ich danach mehr über die Motivation des Autors. 

Und das meint Seraina:
Etwas verspätet startete ich Mitte Januar und las an einem Wochenende gleich mehr als die Hälfte des Romans auf einmal. Und was soll ich sagen - es las sich angenehm flüssig. Fast im Plauderton. Und dann waren da immer die echten(?) Aktennotizen aus dem Staatsarchiv Berlin. Die kreischten und quietschten in die dahinplätschernde Geschichte als wüste und hässliche Misstöne. Die brachten meinen Lesesfluss doch arg ins Stocken. Nicht selten habe ich an solchen Stellen eine Pause eingelegt.
Je weiter ich las, desto "salopper" kam mir alles vor. Ich habe je länger desto weniger die einzelnen Bestandteile zusammenbringen können und war also sehr gespannt auf das Ende. Wie immer mag ich auch bei diesem Buch den Kunstgriff des Autors nicht so sehr, am Schluss die Zeit schneller laufen zu lassen, resp. zusammen zu fassen. Aber an für sich ist das gewählte Ende in meinen Augen schlüssig und stimmig. Mehr als die vielen kleinen, nicht ganz passenden Puzzleteile weiter vorne.
Wenn man den Roman 'einfach so' liest, ist es eine gute Geschichte, in der von allem etwas vorkommt: Liebe, Hass, Verbrechen, Politik, usw. Das wird aber kaum jemand können, der im Europa nach 1945 grossgeworden ist. Und wenn man das Buch mit 'historischem Blick' liest, passt wirklich eigentlich nichts zusammen, am augenfälligsten nicht die etwas unklare Mischung von wahren Begebenheiten und Fiktion, resp. die verschiedenen Flughöhen.

Wie ist es Euch mit Stella ergangen? Lasst uns auf Twitter mit #schlussfazit #stella und #lesezirkel und im Doodle wissen.

Seraina & Patrick

Donnerstag, 31. Januar 2019

Runde 75 #stella

Liebe alle,

das war sehr sehr eindeutig: In Runde 75 lesen wir zusammen "Stella" von Takis Würger, ein Buch, welches die Kritiker im deutschen Feuilleton seit Wochen auf Trab hält. Wer sich selbst ein Bild machen will, wird auf Twitter mit dem Hashtag #würgler fündig.

Wir schlagen dazu folgende Leseabschnitte vor:

  • 3.-9.2.: Anfang bis Seite 74/Beginn von "3. Fall"
  • 10.-16.2: Seite 75 bis 144/Beginn von "28. und 29. Fall"
  • 17.-23.2.: Seite 175 bis Schluss
Schlussfazit dann ab 23.2.


Als Hashtag schlagen wir für dieses Buch #stella vor (falls nötig für Spezifikationen nebst #lesezirkel).

Die Tweets/MitzirklerInnen dazu finden sich in der Liste @tw_lesezirkel/lesezirkel. Wenn du mitliest, aber auf der Liste (noch) fehlst, kontaktiere uns bitte. Ausserdem erscheinen alle Tweets mit dem Hashtag #lesezirkel hier im Blog oben rechts.

Wir freuen uns auf eine weitere #lesezirkel-Runde mit euch allen und begrüssen alle, die neu eingestiegen sind! Alle grundsätzlichen Infos zu diesem Projekt finden sich in den alten Beiträgen hier im Blog. :) Oder kontaktiert uns einfach per DN bei Twitter via @tw_lesezirkel. Gerne kann man auch mitlesen, ohne aktiv zu twittern. Wir freuen uns, wenn stille Mitzirklerinnen sich ab und zu hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort melden, so dass wir euch wahrnehmen.

Weil immer wieder danach gefragt wurde, hier die (einzige) "Regel" des #lesezirkels: Bitte nicht spoilern! D.h., es wird immer nur so weit voraus getwittert, wie hier oben im Blogpost die Abschnitte terminlich angegeben sind. Lesen kann aber jede und jeder das Buch so schnell oder langsam, wie sie oder er das möchte! :)

Viel Spass!
@serscher und @nohillside

Sonntag, 27. Januar 2019

Vorschläge Runde 75 #lesezirkel

Liebe alle,

na hallo, der immer noch jugendlich frische Lesezirkel geht in die 75. Runde! Dazu schlagen wir Euch folgende drei Bücher vor:
Bitte stimmt in den nächsten Tagen für Euren Favoriten, Runde 75 startet dann am 3. Februar.

Seraina & Patrick

Schlussrunde #jungermann

Liebe alle,

im Januar haben wir gemeinsam "Junger Mann" von Wolf Haas gelesen, ein gut lesbarer Einstieg ins neue Jahr den wohl nicht nur ich (Patrick) schneller las als wir uns das vorgenommen hatten.

Wir haben im Buch einen jungen Mann beim Erwachsen werden begleitet. Einem Erwachsenwerden, welches mit einer Abmagerungskur und einer halben Liebesgeschichte beginnt, zu einer Lastwagenfahrt nach Griechenland führt und schlussendlich zu lebensrettenden Entscheiden. Die Sprache ist unaufgeregt, wirkte auf mich manchmal fast übertrieben nüchtern, beschreibt die Geschehnisse aber auf eine irgendwie auch immer wieder humorvolle Art und Weise. Und die langsame Annäherung zwischen dem jungen Mann und Tscho, durch welche letzterer mehr Form, Farbe und Komplexität bekommt, ist wunderbar beschrieben. Mit anderen Worten: Mir hat es sehr gut gefallen. 😂

Wie hat Euch der junge Mann gefallen? Lasst es uns wie immer im Doodle wissen.

Seraina & Patrick

Montag, 7. Januar 2019

Runde 74 #jungermann

Liebe Alle

In der ersten Runde 2019 lesen wir gemeinsam "Junger Mann" von Wolf Haas:

1) bis Ende Kapitel 16, S. 77
2) S. 78 bis Ende Kapitel 35, S. 158
3) Kapitel 36 bis Schluss

Schlussfazit: ab 27. Januar 2019.

Danke an @mvoellmin für die Abschnitte!

Als Hashtag schlagen wir für dieses Buch #jungermann vor (falls nötig für Spezifikationen nebst #lesezirkel).
Die Tweets/MitzirklerInnen dazu finden sich in der Liste @tw_lesezirkel/lesezirkel. Wenn du mitliest, aber auf der Liste (noch) fehlst, kontaktiere uns bitte. Ausserdem erscheinen alle Tweets mit dem Hashtag #lesezirkel hier im Blog oben rechts.
Wir freuen uns auf eine weitere #lesezirkel-Runde mit euch allen und begrüssen alle, die neu eingestiegen sind! Alle grundsätzlichen Infos zu diesem Projekt finden sich in den alten Beiträgen hier im Blog. :) Oder kontaktiert uns einfach per DN bei Twitter via @tw_lesezirkel. Gerne kann man auch mitlesen, ohne aktiv zu twittern. Wir freuen uns, wenn stille Mitzirklerinnen sich ab und zu hier im Blog mit einem Kommentar zu Wort melden, so dass wir euch wahrnehmen.
Weil immer wieder danach gefragt wurde, hier die (einzige) "Regel" des #lesezirkels: Bitte nicht spoilern! D.h., es wird immer nur so weit voraus getwittert, wie hier oben im Blogpost die Abschnitte terminlich angegeben sind. Lesen kann aber jede und jeder das Buch so schnell oder langsam, wie sie oder er das möchte! :)
Viel Spass!
@serscher und @nohillside

Dienstag, 1. Januar 2019

Vorschläge Runde 74 #lesezirkel

Unsere lieben Mitzirklerinnen und Mitzirkler

Wir hoffen, ihr habt alle das alte Jahr gut abgeschlossen und das neue hoffentlich bisher bestens angefangen? Wir freuen uns darauf, auch dieses Jahr wieder viel gemeinsam mit euch zu lesen.

Folgende Titel schlagen wir für die Januarrunde vor:

1) Adolf Muschg - Heimkehr nach Fukushima (ersch. 9/2018, 244 S.)

2) Wolf Haas - Junger Mann (ersch. 9/2018, 240 S.)

3) Vivek Shanbhag - Ghachar Ghochar (ersch. 8/2918, 152 S.)


Ambitiös wie wir sind, planen wir, am/ab 6. Januar zu starten. So bleiben wir im gewohnten "Monatsrhythmus". ;)

Wir freuen uns über eure Stimme hier, wie immer.
Und danach auf das gemeinsame Lesen - gerne auch mit allen, die fliegend und später einsteigen!

Herzlich - auf ein gutes, belesenes 2019 -
Patrick und Seraina