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Sonntag, 4. Juli 2021

Schlussrunde #August

 Schlussrunde #August

Ich (ToastFee) bin ja ein Fan von schön gestalten Buchcovern. Für „August“ von Peter Richter gibt‘s in dieser Kategorie schon mal 9/10 Punkten von mir. Zwei Schwimmringe dümpeln in einem Pool vor sich hin, um Hintergrund eine einsame Sonnenliege. Ach ja, diese Liege würde ich jetzt auch nehmen.
Vom Cover zum Inhalt: Zwei New Yorker Ehepaare, die sich alle aus ihrer „wilden Zeit“ in Berlin kennen, haben sich verabredet, um vier Wochen lang den Sommer im und am Pool zu verbringen. Der Autor hat Ihnen allerdings vier Lebenseinstellungen auf den Leib geschrieben, die nicht lange friedlich nebeneinander her dümpeln können. Eheliche Spannungen werden halböffentlich und herrlich passiv-aggressiv ausgetragen, die unterschiedlichen Auffassungen der beiden Frauen zu Themen wie z.B. ihrer eigenen Rolle in Ehe und Gesellschaft, aber auch Kindererziehung, Impfung etc. führen zu Diskussionen, wie man sie wohl auf jedem Spielplatz oder Primarschulparkplatz täglich belauschen kann. Im Laufe der Geschichte kommen noch ein „Guru“ und ein sexy Kindermädchen dazu und schon ist die Besetzung des Theaterstadels fertig.
Kurze rätselt man noch, wer wann mit wem im Bett landet, aber dann ist auch schon alles vorbei und es ist Halloween.
Zurück zum Cover: Ja, ich würde gerne auf dieser Sonnenliege im Hintergrund oder auf einer Luftmatratze im Pool rumdümpeln. Aber bitte alleine. Ich musste zwar öfter als erwartet herzhaft über einige Dialoge lachen. Aber wenn mich gute Freunde jetzt nach einem gemeinsamen Urlaub fragen würde, ich würde zögern.

Wie fandet ihr unser letztes Buch vor der Sommerpause (und bevor wir die HUNDERT voll machen?) Lasst es uns wissen: https://doodle.com/poll/nwpq36dheq9q44dx

Ganz liebe Grüsse und einen schönen Sommer allen,

Seraina, Patrick und CaRo.




Sonntag, 2. Mai 2021

Schlussrunde #hardland

 Liebe alle,

der Osterhase und wir haben euch keine Wahl gelassen - wir wollten unbedingt „den neuen Wells“ lesen.

Ich (CaRo) habe mir das Buch gleich am Erscheinungstag in der Buchhandlung geholt und dann tapfer auf den Beginn des Lesezirkels gewartet. Ich hatte sehr viel Freude, als wir die Auflösungsvideos gedreht haben und mich sehr über eure Reaktionen gefreut. Aber vielleicht war es dann doch zu viel Vorfreude? Ich bin ehrlich gesagt nie so ganz warm geworden mit dem Buch und Sams Geschichte. Zwar haben ich schon genügend 80er-Jahre-Highschool-Filme konsumiert, um mir Grady, das Kino, den See und Sams Freunde wunderbar vor meinem Leser-Auge vorstellen zu können. Aber Sam wurde kein zweiter Jules (aus „vom Ende der Einsamkeit“), ich habe mich in keinem Moment wirklich mit ihm über seine bestandenen Mutproben und seine neuen Freundschaften freuen können. Und ich habe nicht mit ihm gelitten, als seine Mutter - wie im ersten Satz angekündigt, starb (und ich heule viel und oft, wenn in Büchern Menschen sterben). Aber irgendwie war für mich das ganze Buch sehr „angekündigt“ und vorhersehbar.

Allerdings wäre es kein Wells, wenn mir Bilder wie der hochgeworfene Ball, das wundervolle Wort „Euphancholie“ oder Sätze wie „Der Tod ist ein Sammler“ noch eine ganze Weil im Kopf herum schwirren würden. Und obwohl ich immer noch nicht weiss, ob ein Buch zwingend ein Trailer-Video, eine eigene Website und eine Playlist braucht: Ja, ich habe AHA und Journey in meine Lauf-Playlist aufgenommen.

Und? Wie fandet ihr es? Lasst es uns hier wissen: https://doodle.com/poll/x74d4aqe8iz4nxt6

Liebe Grüsse, Seraina, Patrick und CaRo.

Sonntag, 28. März 2021

Schlussrunde #laufen

Liebe Mitzirkler*innen,


In den letzten drei Wochen haben wir gemeinsam „Laufen“ von Isabel Bogdan gelesen. Die einen ganz schnell, die anderen langsamer, aber wenn es nach Euren Tweets geht, hat es allen gefallen, auch wenn sicher viele was anderes erwartet hätten?


„Ich kann nicht mehr“ lautet der erste Satz. Aber: Sie kann. Sie kann laufen. Und beim Laufen versucht sie, Ordnung im Kopf und eine Neuordnung in ihrem Leben zu schaffen. Denn ihr Freund hat sich das Leben genommen. Sie ist fühlt sich schuldig, einsam, traurig und zu Beginn hoffnungslos. Aber im Laufe des Buches werden die Laufstrecken länger und die Gedanken zaghaft positiver.


Und manchmal auch wütend:

"Steht da in dem Apothekerschaufenster im Ernst: 'Bachblüten gegen Einsamkeit'? Ich glaube, es hackt, Bachblüten? Gegen Einsamkeit? Ich hätte glatt Lust, da reinzurennen und ihnen ihre Bachblüten sonst wohin zu schieben, Bachblüten!".

An dieser Stelle muss ich kurz an den „Pfau“ denken und grinsen. Ansonsten erinnert nichts in „Laufen“ an den Vorgänger- Roman. Und geben wir‘s zu: Wir haben alle auf einen zweiten Pfau gehofft! Deshalb: Grosses Kompliment an Isabel Bogdan. Es wäre sicher einfach gewesen, im gewohnten Stil noch ein-zwei Romane rauszuhauen, und wir hätten sie bestimmt gerne gelesen.


Laufen ist ein dünnes Buch, das einige von uns auch im Laufschritt durch hatten. Ich (ToastFee) persönlich konnte es nur in kleinen Dosen und mit Pausen lesen, weil es mich inhaltlich sehr mitgerissen hat. Vielleicht, weil es in meinem Umfeld Personen gibt, denen ich vor einiger Zeit gerne dieses Buch in die Hand gedrückt hätte, weil diese leider keine Rike zur besten Freundin hatten ("Es war auch bestimmt ein bisschen Verzweiflung mit drin, aber nicht nur, wir haben uns auf den Ausdruck "Erleichterungsvögeln" geeinigt, das klingt gleich viel besser. So sollten Männer mal über Frauen reden, da wäre aber was los.").

Wegen diesem und noch einiger anderer Zitate (Hashtag Zitatesammlerin) mochte ich dieses traurige, optimistische und pragmatische Buch sehr.


Leider ist mir zu spät eingefallen, dass ich mit dem Hörbuch auf meinen eigenen Läufen ein ganz spezielles Erlebnis hätte ausprobieren können. Liebe Frau Bogdan, haben Sie schon mal über eine Lesung nachgedacht, bei der ihnen die Zuhörer an der Alster hinterherrennen müssen?


Wie hat es Euch gefallen? Schreibt es in die Kommentare und stimmt im Doodle ab.


Ganz liebe Grüsse CaRo aka ToastFee