Donnerstag, 6. Dezember 2012

Letzte Seite

Ich hatte mir vor Jahren eine lästige Saumode (für die Nicht-Schweizer: eine schlechte Angewohnheit) abgewöhnt und damit aufgehört, in Büchern vorzublättern und die letzte Seite zu lesen. Für dieses Verhalten gab es unterschiedliche Gründe: Langeweile, Mitleiden, unerträgliche Spannung, ein schlechtes Bauchgefühl oder z.B. das Leihfrist-Ende eines in der Bibliothek ausgeliehen Buches. Bei der "Herr der Ringe"-Trilogie MUSSTE ich schlicht und einfach in Erfahrung bringen, ob der Hobbit Frodo, der mir ans Herz gewachsen war, am Ende noch leben würde oder nicht. Bei anderen Büchern blätterte ich vor, um durchzuhalten oder das Buch definitiv weg zu legen. Wie gesagt - ich habe damit aufgehört. Eigentlich...

Gestern Abend konnte ich mich nicht beherrschen und habe in Martin Suters Roman "Die Zeit, die Zeit" die letzte Seite gelesen. Ich könnte mich ohrfeigen! Wie konnte ich bloss?

Und wie habt ihr es so mit letzten Seiten?

eure @serscher

Kommentare:

  1. ich mach das nur mit dem letzten satz. manchmal. wenn ich wissen will, ob es ausgeht. gut oder schlecht.
    wenn mich das buch langweilt, ist mir die letzte seite auch egal, und ich leg es einfach weg.

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  2. Die sind für mich tabu,, es sei denn, ein Buch ödet mich derart an, dass ich dort nachschaue, ob es sich trotzdem lohnen könnte, weiterzulesen.

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  3. @judith - willst du denn bei einem öden buch nicht trotzdem wissen, wie es ausgehen würde?
    @thomas - dass du das zwar bei langweiligen büchern machst, nie aber bei (zu) spannenden, finde ich interessant... :)

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  4. Mache ich eigentlich wirklich nie. Kürzlich habe ich aber ein so trauriges Buch gelesen, dass ich wissen musste ob die Protagonisten überleben. Leider wurde ich in die Irre geführt. Das Ende war dann umso trauriger.

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