Montag, 10. Dezember 2012

Polarrot

Das Schicksal meint es nicht gut mit dem Jakobli: Ausgerechnet im Toggenburg kommt er zur Welt und wächst als armer Bauernsohn eines gewalttätigen, alkoholkranken Vaters auf, bis der Dorfpfarrer das Kind von den Eltern wegholt. In der Klosterschule St. Gallen kann sich der Junge entwickeln und schafft es später, als junger Mann in einem bekannten Hotel im Engadin angestellt zu werden. Unterdessen nennt er sich Jack. Als er – nicht ohne Grund - von einer reichen Russin geohrfeigt wird, ist es vorbei mit seiner Tätigkeit im Bündnerland und er macht sich auf den Weg nach Basel, wo er sich durch Hartnäckigkeit und ehrliche Vertreter-Tätigkeit in der „Chemischen“ hocharbeitet. Er reitet auf der Erfolgswelle der Firma Gugy mit, die mit einem bestimmten Farbton während des zweiten Weltkriegs grosse Erfolge feiert. Eine komplizierte Liebschaft verleitet Jacques – so seine Identität in Basel – zu einer folgenschweren Handlung, die ihn dazu bringt, Basel Richtung Solothurn zu verlassen. Wer denkt, da sei Endstation, der täuscht sich…

Patrick Tschan ist mit seinem zweiten Roman ein grosser Wurf gelungen: Die 344 Seiten lesen sich flüssig und beinahe atemlos: Wie wird der Lebensweg der Hauptperson weiterverlaufen? Kann Jacques sich nach verschiedenen Schicksalsschlägen wieder aufrappeln? Findet er die grosse Liebe?
Der Autor wurde für „Polarrot“ mit dem Auszeichnungspreis für Literatur 2012 des Kantons Solothurn gewürdigt



Patrick Tschan: Polarrot
ISBN: 978-3992000692
Braumüller Verlag, 2012

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